szmmctag

  • Ich wundere mich, dass solche Leute frei herumlaufen

    Der neue Eigentümer von 92 deutschen Burger-King-Restaurants setzt sich über Tarifverträge hinweg. Die Mitarbeiter werden immer stärker unter Druck gesetzt und müssen nun auch Lohneinbußen hinnehmen.

    Quelle: Burger-Brater drückt die Löhne

    Hintergrund sind interne, die Beschäftigten betreffende Arbeitsanweisungen des Yi-Ko-Mitinhabers Ergün Yildiz, die nach Auskunft der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) massiv gegen das Betriebsverfassungsgesetz und die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verstoßen. Unter anderem wurden Betriebsratsmitglieder angewiesen, ihre Aufgaben als Arbeitnehmervertreter außerhalb der Arbeitszeiten – und somit unbezahlt – zu erledigen.

    Quelle: Franchise-Nehmer in Sippenhaft

    Mir ist generell ein Dorn im Auge: die umsich greifende Respektlosigkeit und der Angriff auf grundlegende Bürgerrechte, die Einschränkung der Freiheit durch einen neuen Unternehmergeist, der nur auf eines aus zu sein scheint: den Menschen größtmöglichen Schaden zuzufügen. Es ist an der Zeit, dass sich die Verhätnismäßigkeiten wandeln und NIEMAND mehr auf die Idee kommt, dass ihm aus dem Besitz von Geld IRGENDWELCHE 'Rechte' und Ansprüche zufallen würden. Wer die Menschen derart respektlos behandelt, dem gehören sämtliche Rechte auf Haftniveau reduziert. Mindestens aber verdienen diese die allergrößte Verachtung. Ich werde KEINEN Burger King mehr aufsuchen, auch wenn das nicht das ganze Problem darstellt und damit auch aufrichtige Franchise-Nehmer und Unternehmer getroffen werden. Das, was 'Yi-Ko' da bei Burger King abzieht ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Nur allzu bekannt sind die Vorfälle der jüngeren Vergangenheit bei: diversen Discountern (Mitarbeiterüberwachung, Kündigung wegen Nichtigkeiten, Umstellung auf Gewerke bei den Regaleinräumern), bei kik (deren Geschäftspraktiken für das Unglück in Bangladesh unmittelbar in Zusammenhang gebracht werden müssen), Schlecker, diversen Paketzustelldiensten, amazon und viele mehr.

    Mich ärgert nichtmals an erster Stelle, dass den Menschen vielfach ein gerechter Lohn vorenthalten wird. Mich ärgert in erster Linie der Umgang mit den Menschen, der immer respektloser und auch abstoßender wird. Offenbar wird hier eine ganze Unternehmerriege von Menschen gestellt, die nicht nur eine soziale Verhaltensstörung an den Tag legen.

    -Update-
    Diese Leute, die sich nicht nur in einer Gesellschaftsschicht finden (es gibt auch jede Menge Mitläufer, die das System nähren), sind gerade dabei das gesamte gesellschaftliche Zusammenleben zu vergiften. Man kann es nicht anders sagen: es ist asozial sich so zu verhalten.

    Passend zum Thema: Alternativlos, Folge 29. Dieser Beitrag erklärt einen Teil der zu Zeiten des kalten Krieges und schon vorher forcierten Egoismus, der sich heute immer heftiger niederzuschlagen scheint. Anhand der Atomkriegsüberlegungen der USA in den (ich meine) 50ern des vergangenen Jahrhunderts zeigt sich die ganze Perversion, die sich hinter diesem gesellschaftlichen Gebilde der Reduzierung auf Egoismus, verbirgt. Der Beitrag zeigt auch auf zu welchen abgrundtief 'bösen' Taten einige Menschen in der Lage sind, solange sie sich einen Vorteil daraus erhoffen. Sie würden dieser Logik folgend auch das gesamte System in den Abgrund stürzen.

  • Fortschritte im NSU-Prozess

    Die Ergründung wichtiger Fragen unserer neoliberalen Dampfplauderer-Presse beschreibt das Online-Medium "Spiegelfechter" folgendermaßen:

    Die Richter vertagten [daraufhin] die Fortsetzung des Prozesses, noch bevor er beginnen konnte. Die Medien, stets auf Qualität bedacht, waren verwirrt und mussten lernen, mit der Situation umzugehen. Wie das gehen kann, hatten sie schon vor den Befangenheitsanträgen bewiesen. Durch die Fokussierung auf Zschäpes Gestik, Mimik und Garderobe. Da wurde blumig beschrieben, was für ein Businesskostüm die Angeklagte trug. Dass sie doch tatsächlich die Arme verschränkte, mal streng dreinblickte und mal freundlich. „Zschäpe lächelt“ war der „Zeit“ zu entnehmen. Nur herzlich sei es nicht. Wer hätte das gedacht?
    „TAZ“ und „FAZ“ dagegen waren sich nicht einig, ob die Zschäpe einen Kaugummi kaute oder an einem Bonbon lutschte. Für den weiteren Prozessverlauf ist das sicher bedeutsam. Der „Spiegel“ in Gestalt von Gisela Friedrichsen schoss den Vogel ab. Die Rechtsexpertin stellte fest: „Schwarzer Hosenanzug, weiße Bluse, frisch geföhntes langes dunkles Haar.“ Drei-Wetter-Taft? Wie auch immer – es ist davon auszugehen, dass diese Feststellung später noch einmal eine wichtige Rolle spielen wird.

    Quelle: NSU-Prozess: Die „Leitmedien“ in ihrem Element

  • Zusammenhänge...

    Medial hat es gut funktioniert mit 'Lebensmittel in den Tank' Propaganda gegen Biokraftstoffe zu betreiben. Dabei muss man auch die Interessen der 'konventionellen' Energieversorger betrachten, welche jede Konkurrenz hart angehen. Natürlich ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen (und vermutlich sind die Menschen auch nicht fähig dazu, hier anständig zu wirtschaften), dass Biokraftstoffe in Konkurrenz zu Lebensmittelproduktion treten können sowie Monokulturen und Gentechnik befördern, was insgesamt abzulehnen ist. Dabei vergessen wird jedoch, dass die Biokraftstoffproduktion ein sehr weites Feld ist. Man kann nämlich auch einfach biologische Abfälle verwerten sowie brach liegende Flächen mit Pflanzen besetzen, die den Boden nicht weiter ausmergeln. Desweiteren kann man auch noch einige Optimierungen in dem Bereich erzielen, schließlich handelt es sich um eine recht junge Technik. Dann gibt es auch Pflanzen, wie z.B. Algen, die mehr eine Plage sind (auch durch den Menschen verursacht) als dass man mit deren Verwertung in Konkurrenz zu irgendwas treten würde. Wie hoffentlich klar wird: ich will mich nicht einseitig für Biokraftstoffe einsetzen, sehe auch die Gefahren, fand und finde die Debatte jedoch auch ganz klar zu einseitig zu diesem Thema. Ein Ölmulti hätte es sich gar nicht besser ausdenken können. Da gibt es aber noch eine andere Gruppierung, die da skrupellos agiert hat und das Argument Biosprit für sich verwendet hat: die Finanzbranche. Diese hat sehr gerne dieses 'Argument' aufgegriffen, dass Preissteigerungen unter anderem daher kämen, dass Biosprit mit Lebensmitteln in Konkurrenz träte. Sie haben auch schon allerlei andere Argumente an den Tag gelegt, die mit der Realität aber rein gar nichts zu tun haben. Gerne genommen wird auch, dass die Chinesen auf einmal riesigen Hunger auf Mais und Milchprodukte usw. hätten. Dirk Müller, ein ehemaliger Aktienhändler, hat das mal sehr gut dargestellt.

    Was ich jedenfalls sagen möchte: beim Biosprit, dem ich - ganz im Gegenteil zu irgendwelchen ominösen Finanzprodukten - für die Menschheit durchaus nicht nur Negatives abgewinnen kann (wenn das Öl ausgeht, werden vermutlich viele Rohstoffe der Chemie etc. durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden; wenn man das alles mit Augenmaß macht, ist daran auch nichts zu kritisieren), war die Kritik groß und wurden Moralvorstellungen hochgehalten, dass das ja nicht gehe. Nun haben wir eine andere Branche, die tatsächlich unmittelbar und in erheblichem Ausmaß in Konkurrenz tritt, Lebensmittel ihrer eigentlichen Funktion zuzuführen: die Finanzbranche. Dabei gibt es zumindest von Politikerseite nur ein müdes Gähnen und auch sonst hält sich die Empörung vergleichsweise in Grenzen. Das verwundert mich doch sehr, wie hier offenbar mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Stein des Anstoßes: Allianz zockt weiter mit Nahrung

  • Existenzfrage

    Ich höre gerade: Google stellt sich hinter Palästina. Sie sollen die Angabe 'palästinensische Gebiete' in 'Palästina' geändert haben auf ihrer lokal angepassten Internetseite. Das sollen sie mit mehreren internationalen Organisationen abgestimmt haben. Die israelische Administration kritisiert diesen Schritt. Nun stelle ich mir eine sich mir geradezu aufzwingende Frage: wer stellt hier wessen Existenz(recht) in Frage? Real wohl gemerkt.

    Ich will nicht sagen, dass sich israelische Hardliner schlechter verhalten als palästinensische. Das muss man mal gar nicht so werten, nach dem Motto 'wer nicht für uns ist, ist gegen uns'. Man kann das auch mal ganz neutral, nüchtern bewerten. Und da muss man mindestens konstatieren, dass israelische Hardliner eben vor allem nichts Besseres darstellen als ihre Gegner. An zweiter Stelle kann man die Frage stellen, wer welche Mittel zur Durchsetzung dieser seiner Interessen zur Verfügung hat und ob es da vll. ein Kräfteungleichgewicht geben KÖNNTE? Bzw. anders: Israel gilt als westliche Zivilisation, als westliche Demokratie. Sollte man sich dann nicht auch dementsprechend verhalten, selbst wenn die anderen noch so schlimm und böse sind?

    -Update-
    Schwachsinnsargument für die Nichtanerkennung Palästinas durch Israel: 'man wisse nicht genau wie die Grenzen verlaufen'. Demnach müsste ebenfalls 'die Existenz'* eines Staates Israel in Frage gestellt werden. Der einzige Unterschied: Palästina wird passiv einer dauernden Veränderung seiner Grenzen ausgesetzt. Israel setzt Palästina aktiv einer dauernden Veränderung seiner Grenzen aus.

    *ich benutze bewusst diese Wortwahl, um noch einmal darauf aufmerksam zu machen, um wessen Existenz es hier eigentlich geht bzw. wessen Existenz hier andauernd in Frage gestellt wird, durch Israel: Palästina. Israel erkennt eine Existenz Palästinas nicht an, aufgrund dessen, dass man nicht wisse wo die Grenzen verlaufen. Das gleiche 'Argument' ließe sich also auch auf Israel selbst anwenden. Und da sie der aktive Part sind beim dauernden einseitigen (völkerrechtswidrigen) Verschieben der Grenzen, sprechen sie sich im Grunde - folgt man ihrer 'Argumentation' - selber eine Existenz ab.

    Ganz generell empfinde ich die doch sehr selektive Wahrnehmung und Auslebung von Recht als sehr merkwürdig.

  • Milchprodukte in Deutschland werden teurer

    Die Preise für Butter sollen gar um 20 % ansteigen. Warum? Angeblich werden in Asien mehr deutsche Milchprodukte gekauft.

    Zu solchen Meldungen möchte ich dieses Video empfehlen.

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